Deprecated: Function set_magic_quotes_runtime() is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-config.php on line 9

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-settings.php on line 472

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-settings.php on line 487

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-settings.php on line 494

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-settings.php on line 530

Strict Standards: Declaration of Walker_Page::start_lvl() should be compatible with Walker::start_lvl(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 594

Strict Standards: Declaration of Walker_Page::end_lvl() should be compatible with Walker::end_lvl(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 594

Strict Standards: Declaration of Walker_Page::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 594

Strict Standards: Declaration of Walker_Page::end_el() should be compatible with Walker::end_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 594

Strict Standards: Declaration of Walker_PageDropdown::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 611

Strict Standards: Declaration of Walker_Category::start_lvl() should be compatible with Walker::start_lvl(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 705

Strict Standards: Declaration of Walker_Category::end_lvl() should be compatible with Walker::end_lvl(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 705

Strict Standards: Declaration of Walker_Category::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 705

Strict Standards: Declaration of Walker_Category::end_el() should be compatible with Walker::end_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 705

Strict Standards: Declaration of Walker_CategoryDropdown::start_el() should be compatible with Walker::start_el(&$output) in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/classes.php on line 728

Strict Standards: Redefining already defined constructor for class wpdb in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/wp-db.php on line 306

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/cache.php on line 103

Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Object_Cache in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/cache.php on line 425

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/query.php on line 21

Deprecated: Assigning the return value of new by reference is deprecated in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/theme.php on line 623

Strict Standards: Redefining already defined constructor for class WP_Dependencies in /www/htdocs/w00a0205/wp-includes/class.wp-dependencies.php on line 15

Strict Standards: Non-static method RandomPosts::install_post_plugin_library() should not be called statically in /www/htdocs/w00a0205/wp-content/plugins/random-posts-plugin/random-posts.php on line 48

Strict Standards: Redefining already defined constructor for class admin_subpages in /www/htdocs/w00a0205/wp-content/plugins/post-plugin-library/admin-subpages.php on line 22
PARIS PHOTO - KurtSchrage

PARIS PHOTO

14. November 2009 | Von admin | Kategorie: Fotografie

Nächste Woche beginnt am 19.11.09 die fotografische Leistungsschau »Paris Photo« im Carrousel de Louvre. Internationale Galeristen und Buchverlage zeigen dort bis zum 22. November 09 einen Ausschnitt dessen, welche Fotografien und präferierte Stilistiken, welche zeitgenössischen Befunde den neokonservativen Zeitnerv am ehesten treffen. Alles wie gehabt, könnte man meinen.

Interessant kann in Paris sein, der einstigen »Welthauptstadt des Fotojournalismus«, mit welchen fotografischen Erzeugnissen Galeristen und Buchverlage hoffen, ihre Margen zu machen. Die mindestens 15.000 € je Koje, die nach Quadratmetern bemessenen Ausstellungsstände im Carrousel des Louvre unterhalb der Glaspyramide, sollten ja wenigstens wieder eingefahren werden. Hinzu kommen noch die Kosten für Reise, Verpflegung, Unterkunft, eventuelle Kosten für Personal, das Pampern von anreisenden Autoren/innen aus dem Ausland, Transportkosten der ausgestellten Kunstwerke. Für Galeristen, die sich einer neuen Vertragskultur mit Künstlern gegenübersehen, kann eine Teilnahme an einer Messe wie »Paris Photo« ein finanzielles Wagnis darstellen. Wenn außer Spesen nix gewesen ist - was dann?

Anders sieht es für eine dezent operierende Klientel an bibliophilen Fachleuten aus, die hinter der Maskerade des »normalen« fotointeressierten Messebesuchers auf die Jagd gehen nach Signaturen von den präsenten Stars der internationalen Fotografen-Szene.

Es ist das Klientel der privat über das Internet handelnden Fotobuchverkäufer, die sich ihr Taschengeld damit verdienen, druckfrische Fotobücher in Erstauflage an Orten wie der »Paris Photo« von den jeweiligen Autoren/innen signieren zu lassen. Trick der so genannten »Mint«-Buchsammler respektive Verkäufer ist es, das eingeschweißte Buchexemplar einzig für die Signatur zu öffnen, es behutsam wieder in seinen verpackten »Urzustand« zurückzuversetzen, um es dann via Internet gewinnbringend an ekstatische Fotobuchsammler zu verkaufen.

Von diesen Sammlern gibt es einige. Es sind die Sammler »zweiter Instanz«, denen ein Originalfoto zu teuer ist und stattdessen auf eine signierte Erstausgabe (nach Möglichkeit in kleiner Auflage) zurückgreifen.

Wie groß der monitäre Unterschied eines Fotobuchs in Erstlage im Vergleich zu einem Fotobuch in Erstauflage mit der Originalsignatur des Autors, der Autorin sein kann? Beträchtlich. Schließlich gilt auch in diesem Marktsegment das kapitalistische Naturgesetz: »Angebot und Nachfrage regulieren den Preis«.

Abzulesen ist das am derzeitigen Hype um die Publikationen des »Hyänenmanns« Peter Hugo. An den Büchern des radikalen Existentialisten Anders Petersen. An dem Hype um Martin Parr, der so virtuos wie kein anderer in der internationalen Fotografen-Szene die Klaviatur des Sammelns und Produzierens von bibliophilen Sammlerstücken beherrscht.

Parr ist der smarte »City Boy« der internationalen Fotografen-Szene, der seine Boni geschickt einzustreichen weiß, ohne dass auch nur irgendjemand auf den Gedanken käme, ihn deswegen öffentlich an den Pranger zu stellen. Von Martin Parrs betriebswirtschaftlichem Geschick, seiner Autorität als qualifizierter Fotobuchsammler und nicht zuletzt als stilprägender MAGNUM-Fotograf profitiert eine ganze Reihe an Leuten.

Mit seiner Omnipräsenz und betriebswirtschaftlichen Cleverness beeinflusst er die Spielregeln des Marktes, von der andere Fotografen noch nicht einmal zu träumen wagen oder aus Desinteresse das radikale Selbstmarketing als eine Art Aushöhlung ihres Ethos’ betrachten. In dieser Hinsicht symbolisieren Koudelka und andere die Antithese zu Parr, denen dessen Omnipräsenz nicht nur seit gestern suspekt ist. Abzulesen ist das an ihrer selbstgewählten Absenz.

Wer auf der »Paris Photo« nächste Woche aufschlägt? Martin Parr, Roger Ballen, Peter Hugo, Anders Petersen, Albert Watson, bekannte Unbekannte aus der internationalen Fotografen-Szene. Wie in der Fotografie geht er auch dort darum, die Zeichensysteme der Alltagsmythen zu entschlüsseln.

Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben.

Hier der Link zur offiziellen Internetseite der »Paris Photo«.

2 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Lieber Herr Kurt,
    haben Sie da nicht ein entscheidendes Detail vergessen?

    Ihr Artikel über dezent auftretende Fachbesucher die sich als normale Fotointeressierte ausgeben und in Ihren Worten auf die Jagt gehen, hat einen Unterton der mich fragen lässt, was genau wollen Sie eigentlich damit sagen? Ist es eine Kritik (wenn es denn eine sein soll) an dem boomenden Fotobuchmarkt und der einhergehenden Preissteigerung einzelner Fotobücher, oder richtet sich Ihre Kritik an die Sammler die sich Ihre Buchtrophäen von den Künstlern signieren lassen.

    Diejenigen die sich angeblich Ihr Taschengeld damit aufbessern wollen, sind mir gänzlich unbekannt, mal abgesehen von einigen modernen Antiquariaten die das professionell betreiben/müssen.

    Des weiteren ist das Fotobuch eine eigenständige Kunst und Präsentationsform und ist meines Erachtens nicht mit einem Fotoabzug eines Künstlers zu vergleichen und woher wollen Sie wissen, das ein Sammler „zweiter Instanz“ nicht ein original Abzug an den Wänden hängen hat?

    PS. Detail
    Habe ich Sie da nicht kürzlich auf einer Ausstellungseröffnung im mittleren Ruhrgebiet zur Signierstunde in erster Reihe gesehen?

    Beste Grüße
    und weiter so für fast ausschließlich tolle Beiträge.
    Ein Leser

  2. @ Herr Leser

    Den Fotobuchmarkt beobachte ich seit ein paar Erddrehungen aus einer eher kritischen Distanz. Ein Merkmal für Veränderungen auf diesem Markt ist für mich die sukzessive Verdopplung der Preise nach Einführung des Euro. Ein weiteres Merkmal ist die fast schon inflationäre Publikationsbereitschaft auf dem Fotobuchmarkt. Dass dies wiederum einer weiteren Veränderung geschuldet ist, wäre ein gesonderter Beitrag wert. Nur soviel: Es ist heutzutage relativ einfach, ein Fotobuch zu produzieren, es jedoch auf dem Markt an den Mann/ die Frau zu bringen, erheblich komplizierter. Da sollten Qualität und Preis im richtigen Verhältnis zueinander stehen.

    Meine Kritik zielt auf Spekulanten. In den 1970er und 1980er Jahren wurde dem Fotobuch kaum Bedeutung beigemessen. Die heute »wichtigsten« Bücher wie etwa »The Eggleston’s Guide« wurden im Ramsch verkauft. Wer damals zugegriffen hat, kann sich heute glücklich schätzen, denn die Preissteigung beträgt inzwischen einige Tausend Prozent. Solche Rendite weckt Begehren.

    Mit dem Rummel um deutsche Fotografie, der Öffnung der Grenzen, der Preisexplosion auf dem Kunstmarkt für Vintage Prints und eine ganze Reihe anderer Faktoren haben dazu beigetragen, dass aus dem Fotobuch ein reines Spekulationsobjekt geworden ist. Woran Martin Parr aus Eigeninteresse einen erheblichen Anteil hat und eine erheblich Zahl an Profiteuren mit sich zog. Darauf habe ich hingewiesen.

    Fotografie ist ein bis in die Knochen konservatives Geschäft. Wer Fotobücher sammelt braucht profunde Kennerschaft, einen langen Atem für Jahrzehnte des Abwartens, die richtigen Quellen und nicht zuletzt das nötige Kleingeld. Was heute wie Blei im Regal liegt, kann morgen ein begehrtes Objekt sein. Letztlich geht es um eine Ahnung, um Instinkt, das Zielsetzen bestimmter Stilrichtungen - und viel weniger um das schnelle Begehren.

    Aber genau darauf setzen Spekulanten.

Schreibe einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben